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Home Office und Familie in Corona-Zeiten

by Kriss Micus | Founder + MOMBoss @Mepreneur GmbH, on 19. April 2020 20:00:00 MESZ

Wer plant, der streitet nicht…Also genießt ab jetzt die Zeit!

Ich bin Unternehmerin, Kita-Erzieherin, Köchin, Hausfrau. Meine Wohnung ist Büro, Wohnraum, Kindergarten. Ich habe gestern 133 Mal das Wort Mama gehört, ein noch im Keller gefundenes Vogelhäuschen bemalt, zwei Vlogs gedreht, leckeren Salat gemacht, eingekauft, ein Peppa-Wutz-Puzzle gelegt, Perlenarmbänder aufgezogen, sieben Mal Windeln gewechselt und, und, und. Kommt euch das bekannt vor? Unsere Schulen und Kitas sind geschlossen, die Kinder zu Hause. Meine beiden sind klein und müssen „nur“ versorgt, beziehungsweise beschäftigt werden. Viele von euch haben aber größere Kinder und die sollen auch noch etwas lernen und wir Mütter müssen jetzt zusätzlich noch Lehrerinnen sein. Kein Problem!

Aber noch etwas – die Partner sind plötzlich auch immer da.

Familienleben in Corona-Zeiten. Lust oder Frust? Eine wunderbare Gelegenheit, als Familie zusammenzurücken oder der erste Schritt zum Drama?

Bei mir klappt es erstaunlich gut. Zum einen liegt es daran, dass ich es gewöhnt bin, zu Hause zu arbeiten. Aber es läuft auch so gut, weil ich wie immer genau plane und auch in diesen ungewöhnlichen Zeiten dem Tag Struktur gebe.

Mit meinen Tipps helfe ich euch, die Homeoffice-Wochen nicht nur stressfrei durchzustehen. Ich möchte, dass ihr hinterher sagt: es war richtig schön! Wir sind noch enger zusammengerückt!

Und so geht’s:

1)     Liste aller Bedürfnisse erstellen

Das gemeinsame Planen macht schon Spaß. Plötzlich sitzt man entspannt zusammen und jeder darf sagen, was er sich in der kommenden Woche wünscht. Meine Mina weiß mit ihren drei Jahren übrigens schon sehr genau, was sie machen möchte: alles, was ich mache J

 

2)     Wünsche auf sieben Wochentage verteilen und den Plan aufhängen

Wenn man etwas fixiert hat, bekommt es Sicherheit. Das schafft Struktur und Ordnung. Man liest, was passiert und kann sich darauf einstellen. Sinnvoll ist es, gleich dahinter die für jede Aktivität anfallende Hausarbeit zuzuordnen. Ich habe mir zum Beispiel gewünscht, jeden Abend gemeinsam zu kochen. Mein Partner deckt in der Zeit den Tisch. Den Abwasch machen wir gemeinsam. Mina liebt es übrigens abzutrocknen.

 

3)     Arbeitszeiten einteilen und Aufgaben fixieren

Ich arbeite mit meinem Mann in einer Art Wechselmodell. Jeder bekommt von uns Zeiten, in denen er sich ganz auf die Arbeit konzentrieren kann. Der andere hält ihm dann den Rücken frei, kümmert sich um Kinder und Haushalt. Da ich noch stille, dürfen die Arbeitszeiten nicht zu lang sein, aber es klappt insgesamt gut. So eine feste Arbeitsteilung bewahrt uns vor Stress, joblich und privat.

 

4)     Arbeitsecke festlegen

Wenn zwei zu Hause arbeiten müssen, ist jobliche Ordnung existenziell. Es gibt nicht überall Raum für zwei Schreibtische, aber man kann improvisieren und zumindest eine Anrichte oder ein Regal zuordnen. Es ist wichtig, dass man seine Arbeitsmaterialien nicht suchen muss. Das birgt unnötiges Konfliktpotential.

 

5)     Familienzeiten absprechen

Ein gemeinsamer Spielfilm (natürlich Mina-freundlich, eine Bastelstunde (es ist ja bald Ostern), Aufräumen, Putzen. Wir machen gerade vieles gemeinsam, gestalten es ein bisschen als Familien-Event und es stimmt, mit der Einstellung geht uns auch das Unangenehme leicht von der Hand. Mina räumt übrigens die Wäsche zusammen. Dabei üben wir zählen oder jonglieren mit Wortketten und die Stimmung ist super.

6)     Tägliche Lagebesprechung

Wie in einer Firma oder in der Politik, ist es wichtig, sich regelmäßig über wichtige Dinge auszutauschen. Das hilft, Probleme zu erkennen und zu lösen. Darüber hinaus entlastet es aber auch. Corona macht Sorgen. Die Einnahmen bröckeln, die Zukunftsaussichten sind eingetrübt. Dazu bangt man um die Familie, enge Freunde. Bleiben wir alle gesund? Packen wir das finanziell? Es ist gut, sich als Paar austauschen zu können. Man kann sich gegenseitig seine Eindrücke schildern, auch die Ängste, das befreit. Deshalb sollte im Moment am Abend immer eine Stunde Zeit für die private „Lagebesprechung“ sein; entspannt auf dem Sofa, wer mag mit einem Glas Wein. Wenn man dann ins Bett geht, fühlt man sich verstanden und akzeptiert. Die sichere Zweisamkeit hilft durch die Krise. Bei Singles geht das übrigens auch gut am Telefon mit der Mutter und/oder der besten Freundin.

7)     Großzügig sein

„Du hast nicht abgewaschen!“ und „Warum liegt dein Pullover auf dem Stuhl?“ Lasst so kleinliches Theater bitte sein.  Bei Erwachsenen und Kindern sind die Nerven durch die ungewohnte Situation sowieso angespannter als sonst. Was man braucht ist gute Stimmung. Deshalb öfter auf die Zunge beißen, bevor etwas Überflüssiges herauskommt. Und wenn es doch passiert, kann man schnell mit einer Entschuldigung reagieren.

8)     Soziales Leben pflegen

Geburtstage werden abgesagt, Firmenfeier gibt’s schon lange nicht mehr. Aber zum Glück kann man seiner Familie und Freunden trotzdem nahe bleiben. Face-Time Anrufe sind prima, gerade auch für die Kinder, damit sie den Kontakt mit den Großeltern halten. Aber auch das Gespräch mit der guten Freundin tut gut. Ein leckeren Milchkaffee und schon geht’s los. Das ist die Pause in Corona-Zeiten, die uns allen guttut.

9)     Sich auf die Zukunft freuen

Ein Urlaub in den Bergen, der große Geburtstag von Freunden, endlich mal wieder ausgehen oder einfach nur herrlich entspannt am Spielplatz sitzen, Mina zusehen und in die Sonne blinzeln. Ich freue mich auf alles, was ich jetzt nicht darf und allein das Planen macht mich schon innerlich satt. Deshalb gönnt euch Träume und plant. Für die Zeit, wenn Corona Geschichte ist und sich das Homeoffice wieder leert.

 

Schreibe mir wie immer in die Kommentare, wie du dich derzeit arrangierst. Oder schreibe mir auf Instagram @mepreneur_gmbh. Ich bin super neugierig.

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